Pilgern
Der Begriff Pilgern ist vom lateinischen Wort perergrinus
abgeleitet und bezeichnet eine religiös motivierte Reise zu heiligen
Stätten. Von einer Pilgerfahrt versprechen sich Gläubige meist die
Vergebung ihrer Sünden, eine Heilung oder die Erfüllung von Wünschen. Sie
nehmen bei häufig bewusst Entbehrungen und Strapazen auf sich.
Nach Angaben der katholischen Kirche nehmen jährlich rund
40 Mio. Christen an Wallfahrten teil. Bedeutende ziele sind Rom, das
französische Lourdes, das portugiesische Fatima oder das Grab des heiligen
Jakobus in Santiago de Compostela in Spanien. Die bekanntesten der 1000
dt. Wallfahrsorte sind Altötting, Kevelaer und Telgte.
Die Pilgertradition ist auch in anderen Weltreligionen
verbreitet. Eine Grundpflicht im Leben eines Moslems ist die
Hadsch-Wallfahrt nach Mekka. Zu den heiligsten Stätten des Hinduismus
zählt Benares am Ganges. Die Gläubigen ziehen in die Stadt, um sich im
Fluss reinzuwaschen. Pilgerziel der Juden ist Jerusalem. Buddhisten
bereisen die Schlüsselstationen im Leben von Buddha.
(aus: Schwäbische Zeitung)
